Der Deutsche Bildungs-Server (DBS)
German Educational Resources
Der DBS ist ein gemeinnütziges Kooperationsprojekt zwischen
Bundesarbeitskreis Netze in Schulen (BAK),
BioNet e.V.,
Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE),
Verein Deutsches Forschungsnetz (DFN),
Gesellschaft für Informatik (GI),
Offenes Deutsches Schulnetz e.V. (ODS),
Schulen ans Netz e.V. (SAN)
und deutschen Universitäten. Es wird gefördert durch den
Bundesminister für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie
(BMBF) und geleitet von
Prof. Diepold,
Humboldt-Universität zu Berlin (HUB).
Konzeption des Servers
Zentraler Wegweiser im deutschen Bildungsnetz
Der Deutsche Bildungs-Server DBS ist der zentrale Wegweiser für
Bildungskommunikation und Bildungsinformation eines sich rasch
entwickelnden deutschen Bildungsnetzes. Diese virtuelle Welt der
im Internet miteinander verknüpften
- Einzelrechner auf den Schreibtischen von Lehrern und Bildungsadministratoren,
- lokalen Netze (LAN) in Schulen,
- Server der Landesinstitute in den einzelnen Bundesländern,
- Netze in den erziehungswissenschaftlichen Fakultät deutscher Universitäten,
- Server der Schulbuchverlage und andere kommerzieller Medienanbieter
mit ihren verteilten
Ressourcen - Materialien, Ideen, Informationen, Angeboten,
Projekten - und mit ihren neuen Kommunikationsmöglichkeiten gilt
es zu strukturieren, ihre Synergiemöglichkeiten auszunutzen und
allen Interessierten zugänglich zu machen.
Dies geschieht in zweierlei Weise:
(1) Ressourcen-Bank
Der DBS stellt in strukturierter, übersichtlicher Weise
im Internet verfügbare
Materialien für den Bildungsbereich dar, bündelt sie, macht sie
recherchierbar und vermittelt sie über elektronische Verweise
(sog. "Links"). Er unterstützt insbesondere das unter Federführung der
Kooperations- und Beratungsstelle (KBS, Schulen an das Netz e.V.) entstehende
Informationssystem mit Referenzlösungen, Materialien und Berichten
sowie koordiniert die an Landesservern verfügbaren Ressourcen.
(2) Kommunikations-Plattform
Der DBS dient Lehrern,
Erziehungswissenschaftlern, Schülern, Eltern, Schulen,
Institutionen der Bundesländer, Hochschulen, Ministerien und
Schulverwaltungen, Journalisten u.a. als
gemeinsame Internet-Kommunikationsplattform für Bildungsfragen
und bildet eine Schnittstelle zu Pädagogen und
Bildungsinitiativen in Europa und Übersee.
Der DBS soll damit allen an Bildungsfragen interessierten
Menschen ermöglichen, sich sowohl schnell und umfassend zu
informieren, als auch aktiv an der Informationsvermittlung
mitzuwirken und mit andereren zu kommunizieren.
Zugang und Zugriffsrechte
Der Zugang zum DBS ist für jedermann frei. Erforderlich dafür ist ein
Internet Zugang sowie ein serverentsprechender "Client" (WWW-browser).
Der Zugriff
auf Teile des Servers wird für einzelne Gruppen selektiv
gesteuert; einzelne Teildienste können beispielsweise
nur Teilnehmer interner Arbeitsgruppen, während wiederum
große Bereiche der Dienste jedem Teilnehmer des
Internet offenstehen. Viele Dokumente können nur gelesen,
andere auch schreibend benutzt werden (z.B.
Einträge von Korrekturen zu Institutionen oder Projekten).
Dies wird differenziert durch die
Vergabe von Zugriffsrechten auf dem Server geregelt.
Gemeinnützigkeit
Der Deutsche Bildungs-Server basiert als gemeinnützige
Einrichtung (non-profit) weitgehend auf den freiwilligen
Zulieferungen, den Informations- und Kommunikationsangeboten, den
kostenlosen Ressourcen und dem vielfältigen Sachwissen
engagierter Teilnehmer des Internet - Lehrer, Schüler,
Wissenschaftler -, nimmt diese auf, strukturiert, systematisiert
sowie verbreitet sie und weist auf kommerzielle Angebote im
Bildungsbereich hin.
Der DBS
- ist dem Gemeinwohl der Netznutzer verpflichtet (das bedeutet
insbesondere: freie Verbreitung von Ressourcen im
Bildungsbereich bei Wahrung der persönlichen Urheberrechte),
- ermöglicht eine große Vielfalt der Meinungen,
- trägt zu einem dem Auftrag der Schule entsprechenden
verantwortlichen Umgang mit Informationen und
Kommunikationspartnern bei,
- orientiert sich nicht nur an den Bedürfnisse der Schulen,
sondern deckt einen umfassenden Bereich von Bildung, Erziehung
und Wissenschaft ab,
- verknüpft das deutsche Bildungsnetz mit Europa und Übersee ,
- reagiert im Sinne eines "schlanken" Dienstes schnell und
flexibel auf die Dynamik der Netzes .
Förderphase
Für den Zeitraum einer dreijährigen Förderphase wird die
Abteilung Pädagogik und Informatik der Humboldt-Universität
aufgrund mehrjähriger Erfahrung mit dem Betrieb
eines Universitäts-Bildungsservers den Deutschen Bildungs-Server entwickeln und
betreiben.
Beratergruppe
Dieser Entwicklungsprozeß wird von einer Beratergruppe
begleitet, die sich aus Vertretern des Vereins Schulen ans Netz
und des DFN-Vereins sowie den informationszuliefernden Sachver-
ständigen des BAK, BioNet, DGFE, GI, GIB, ODS zusammensetzt.
Betrieb
Nach Ablauf der Förderung wird der Deutsche
Bildungs-Server von einem gemeinnützigen Verein übernommen, der
im zweiten Förderungsjahr gegründet werden soll. Der Betrieb
des Deutschen Bildungs-Servers wird dann aus Werbeeinnahmen und Spenden finanziert.
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- Bitte schreiben Sie uns: Diepold@educat.hu-berlin.de
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zuletzt geändert am 1.04. 96 (dp)